|
Entwicklung der Projektidee
Das NATURA
2000 Netzwerk der Europäischen Union (Habitatrichtlinie
und Vogelschutzrichtlinie)
fordert, besonders schutzwürdige Lebensräume und die darin
lebenden Artengemeinschaften über lange Zeiträume hinweg
zu überwachen und zu erhalten. Noch existieren aber europaweit
keine einheitlichen Standards zur Erfassung der NATURA 2000 Gebiete
und ihrer langfristigen Veränderungen.
Auf Landschaftsebene kann die flächendeckende
Erfassung von Lebensräumen mit Hilfe von CIR (Color-Infrarot)
Luftbildern zu diesem Ziel beitragen. Regelmäßige Befliegungen
in festen Zeitabständen und die Interpretation der Luftbilder
nach einem einheitlichen Schlüssel stellen die standardisierte
Abgrenzung von Landnutzungstypen sicher. Dadurch sind vergleichbare
Zeitreihen der landschaftlichen Entwicklung für diese Flächen
möglich.

Foto: Parc
National des Ecrins
Bereits 1996 haben der Schweizerische
Nationalpark und die Nationalparke
Hohe Tauern und Berchtesgaden
vereinbart, eine vergleichbare Datenbasis auf der Grundlage von
Luftbildern zu erstellen, die mit demselben Interpretationsschlüssel
ausgewertet werden. Die Beteiligten setzten diese Arbeiten im Rahmen
eines INTERREG II A Projekts von 1999 bis 2001 in die Tat um.
Im Jahr 1999 formulierte die Arbeitsgruppe HABITAT
des Netzwerks Alpiner
Schutzgebiete die Projektidee auf alpenweiter Ebene. Öffentlich
erschien das Projektkonzept erstmals im September 2001 auf der Website
http://www.interreg.ch
mit dem Projekttitel "Analysis and long term monitoring of
alpine habitats in national parks based on colour infrared aerial
photos".
Letzte Änderung: 24.06.07 |
|
|